Vereinsgelände und Umgebung

Siedlung Schlänitzsee

Die Siedlung Schlänitzsee entstand am Ufer des Schlänitzsees und des Sacrow‑Paretzer Kanals und wurde insbesondere von angeltreibenden Berliner Arbeiterinnen und Arbeitern in den 1920er Jahren entwickelt. Ab 1926 wurden rund 120 Grundstücke parzelliert und die ersten Lauben errichtet – in Gemeinschaftsarbeit entstanden einfache Wochenendhäuser entlang des Kanals. Der Boden für die Bebauung stammte unter anderem aus dem Aushub des Kanals. Die Siedlung zeichnete sich durch ein lebendiges Gemeinschaftsleben mit Bootshafen sowie Bade- und Anglerstrand aus, wodurch sie sich über das reine Wohnen hinaus (bis heute) als Freizeit- und Erholungsgebiet, eingebettet in eine wasserreiche Umgebung, etabliert hat. 

Ein kleines Stück Stadtrand‑Idyll, mit Geschichte.

Bootsplatz und Vereinsheim

Der Bootsplatz des Anglervereins Schlänitzsee wird zum Einlagern der Boote und für deren Winterfestmachung genutzt. In der Halle finden Boote trockenen Unterstand, und Trailer können dort während der Sommermonate abgestellt werden. Das Gelände verfügt zudem über eine Rampe in den Stichkanal und einen Kran, sodass das Ein- und Auslagern der Boote erleichtert wird.

Seit vielen Jahrzehnten dient das Gelände schon als Festplatz. Sowohl das Vereinsheim als auch die Halle werden für Feierlichkeiten, spontane Treffen und andere Aktivitäten der Mitgliedern genutzt. Die jährlich vom Verein organisierten Veranstaltungen und Feste finden ebenfalls auf diesem Gelände statt.

Stichkanal und Steganlagen

Der Stichkanal des Anglervereins Schlänitzsee mündet in den Sacrow-Paretzer Kanal und wurde in den frühen Jahren der Besiedlung ausgehoben; 1934 war er fertiggestellt. Über die Jahrzehnte wurde er vom Verein instand gehalten und modernisiert. Am Ende des Kanals liegen Bootsplatz und Bootshalle, was ein einfaches Slippen sowie das saisonale Einlagern der Boote ermöglicht. Gleichzeitig bietet der Kanal durch seine geschützte Lage eine sichere Unterbringung der Boote und eine schnelle Verbindung zum Schlänitzsee.

Seit 2024 ist der Seehafen am Schlänitzsee nicht mehr vom Anglerverein gepachtet. Die Boote der Mitglieder werden daher ausschließlich im Stichkanal untergebracht. Alternativ können Mitglieder im Seehafen einen Bootsstand vom neuen Pächter mieten, allerdings nicht zu den üblichen Vereinsbeiträgen. Da die Bootsstand-Kapazitäten im Stichkanal aktuell begrenzt sind, gibt es für freiwerdende Plätze eine Warteliste.

Sacrow-Paretzer Kanal

In den Jahren 1874 und 1875 wurde zwischen den Ortslagen Sacrow und Paretz ein Durchstich der Havel vorgenommen. Dadurch entstand der rund 12,5 Kilometer lange Sacrow-Paretzer Kanal, der als neue Wasserstraße im nordwestlichen Bereich von Potsdam, Brandenburg, den Jungfernsee bei Berlin/Potsdam mit dem Göttinsee bei Paretz verbindet. Der Bau und spätere Ausbau dienten der Verkürzung der Schifffahrtsroute sowie der Umgehung zahlreicher Brückendurchfahrten. Rund 7,5 km des Kanals sind künstlich angelegt, die verbleibenden Abschnitte verlaufen über bereits bestehende Seen. 

 

 

 

Der Sacrow-Paretzer Kanal besitzt keine Schleusen und führt einen großen Teil des Havel-Wassers parallel zum natürlichen Havelbogen.

Der Kanal wurde seit seiner Entstehung mehrmals verbreitert und vertieft. Eine letzte umfangreicher Maßnahme ist in den Jahren 2013 bis 2021 durchgeführt worden. Weitere Infos zu den letzen Maßnahmen findest du hier:

 

Weitere allgemeine Infos findest du unter den Links: 



Der Schlänitzsee

Allgemein

Der Schlänitzsee liegt nordwestlich von Potsdam, im Ortsteil Marquardt, und ist der größte See der Wublitzkette. Er wurde durch den Bau des Sacrow-Paretzer Kanals im Jahr 1876 geschaffen, der die Wublitz durchsticht und so den See bildet. Der Kanal verbindet die Havel mit der Wublitz und verläuft durch den Schlänitzsee.

 

 

Gewässerdaten

 

Fläche: ca. 20 Hektar

Länge: ca. 2 km

Breite: ca. 1 km

Maximale Tiefe: ca. 4,5 m

Zuflüsse: Wublitz, Sacrow-Paretzer Kanal

Abfluss: Wublitz zum Großen Zernsee, Sacrow-Paretzer Kanal zur Havel

 

Nutzung und Zugang

 

Der See ist öffentlich zugänglich und bietet Badestellen auf beiden Seiten der östlichen Mündung des Sacrow-Paretzer Kanals. 

Für das Angeln sind gültige Angelkarten erforderlich, die bei verschiedenen Anbietern erhältlich sind. Gastangler können Tages-, Wochen- oder Monatskarten erwerben. 

 

Fischbestand

Im Schlänitzsee sind folgende Fischarten nachgewiesen:

Raubfische: Hecht, Zander, Barsch

Friedfische: Karpfen, Schleie, Rapfen, Renken, Brassen, Rotauge, Rotfeder, Güster

Weitere Arten: Aal, Wels, Schwarzmund-Grundel, Sibirischer Stör, Spiegelkarpfen, Ukelei, Kaulbarsch, Maräne, Goldforelle, Zwergwels 

 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.